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Tirols Wintersaison: Positives Ergebnis trotz Herausforderungen

21.05.2026

Die Wintersaison 2025/26 in Tirol schließt mit einem Plus ab – trotz schwieriger Rahmenbedingungen und veränderten Reiseverhaltens im Spätwinter.

Erfolgreicher Kernwinter, Rückgänge im Spätwinter


Die touristische Wintersaison 2025/26 in Tirol konnte trotz zahlreicher Herausforderungen ein leicht positives Ergebnis erzielen. Mit insgesamt 6,3 Millionen Gästen (+2,5%) und 26,9 Millionen Nächtigungen (+1,8%) im Zeitraum von November bis April zeigt sich die Attraktivität des Urlaubslandes Tirol weiterhin robust. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb stabil bei 4,3 Tagen.

Tourismuslandesrat Mario Gerber betonte, dass der Kernwinter mit seiner hohen Anziehungskraft ein Erfolgsmodell bleibt. Dennoch verzeichneten die Monate März und April deutliche Rückgänge bei den Nächtigungen (-8,5% bzw. -8,3%). „Der klassische Winterurlaub verliert im Spätwinter zunehmend an Boden“, so Gerber.

Maßnahmen für den Spätwinter und neue Zielgruppen


Um den Herausforderungen im Spätwinter zu begegnen, hat die Tirol Werbung zusätzliche Mittel in die Bewerbung des Sonnenskilaufs investiert. Gemeinsam mit 5 Gletscherskigebieten flossen rund eine halbe Million Euro in Kampagnen wie den „Gletscherfrühling“ und Livebilder aus den Skigebieten. Ziel war es, die Schneesicherheit Tirols auch zum Saisonfinale hervorzuheben.

Die Branche setzt auf ein vielfältiges Maßnahmenpaket, um Gäste zum Saisonfinale zu gewinnen. Dazu gehören Konzerte, Sportevents und gezielte Kampagnen. Neue Angebote kombinieren Aktivitäten wie Skifahren und Radfahren. „Wir müssen gezielt Zielgruppen ansprechen, die die Schneesicherheit Tirols im Spätwinter schätzen“, erklärt Gerber. Dabei wird auf eine behutsame Internationalisierung gesetzt.

Ein weiterer Fokus lag auf der Internationalisierung mit Augenmaß. Wachstumsmärkte wie Polen, Tschechien und die USA zeigten selbst im Spätwinter positive Entwicklungen. Polnische Gäste verzeichneten ein Nächtigungsplus von 11,6% (690.000 Übernachtungen), tschechische Gäste ein Plus von 6,6% (610.000 Übernachtungen) und der US-amerikanische Markt steigerte sich um beeindruckende 20,2% (270.000 Übernachtungen). Leichte Rückgänge wiesen hingegen die Nächtigungen belgischer (-1,9% auf 980.000) sowie Schweizer Gäste auf (-0,3% auf 980.000).

Attraktiver Ganzjahrestourismus und neue Angebotsformen


Karin Seiler, Geschäftsführerin der Tirol Werbung, hebt hervor, dass neben den Kernmärkten auch Wachstumsregionen wie Polen gezielt angesprochen werden. Statt flächendeckender Maßnahmen setzt man auf Schlüsselstädte wie Warschau, um dort über mehrere Wochen gezielt Effekte zu erzielen. Zudem wurde das Projekt „Attraktiver Ganzjahrestourismus“ gestartet, bei dem 16 Tourismusverbände aus dem Tiroler Unterland Angebote für die Monate März und April entwickeln.

Stabilität durch Engagement der Betriebe


Tourismuslandesrat Gerber hob das Engagement der zahlreichen Familienbetriebe und ihrer Mitarbeiter hervor, die maßgeblich zur Stabilität der Tiroler Wirtschaft beitragen. „Diese hohe Attraktivität des Urlaubslandes Tirol ist kein Selbstläufer, sondern beruht auf der Arbeit und dem Einsatz der Branche“, so Gerber.

Perspektiven für die Zukunft


Die Wintersaison 2025/26 zeigt, dass Tirol auch in herausfordernden Zeiten seine Position als führende Tourismusregion behaupten kann. Mit gezielten Maßnahmen, einer klaren Internationalisierungsstrategie und innovativen Angeboten bleibt das Land attraktiv für Gäste aus aller Welt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Ganzjahrestourismus und die Fokussierung auf neue Zielgruppen bieten vielversprechende Perspektiven für die kommenden Jahre.


Textquelle: Tirol Werbung - Tirols Tourismus beschließt herausfordernde Wintersaison mit positivem Ergebnis
Bildquelle: Tirol Werbung / Hofmann Janine

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